Sie haben gemeinsam die ersten Monate geschafft, sich kennen gelernt und den ersten Geburtstag gefeiert.

Ihr Kind wird mobiler, ist neugierig und lernt immer mehr Menschen kennen. Frei nach dem afrikanischen Sprichwort

„Um Kinder zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“,

werden immer mehr Menschen für Ihr Kind wichtig.

Bis zum Schulbeginn gibt es für Ihr Kind/Ihre Kinder ganz unterschiedliche Möglichkeiten, die Welt zu entdecken

In den ersten Lebensjahren Ihres Kindes möchten Sie selber viel Zeit mit Ihrem Kind/Ihren Kindern verbringen? Dann können Sie bis zum dritten Geburtstag gemeinsam eine Eltern-Kind-Gruppen besuchen. Hier können Sie andere Eltern kennen lernen, sich austauschen und stärken. Begleitet von den Pädagoginnen können Sie mit Ihrem Kind zusammen erste Gruppenerfahrungen sammeln, spielen, toben, basteln und singen. Gemeinsam werden Ausflüge gestaltet und Feste gefeiert. Eltern-Kind-Gruppen sind kostenfrei.

Vielleicht möchten Sie Ihr Kind von einer Kindertagespflegeperson betreuen lassen? Tagesmütter begleiten bis zu 5 Kinder durch den Tag und arbeiten nach unterschiedlichen pädagogischen und heilpädagogischen Konzepten. Vorrangig ist diese Betreuung in Kleingruppen bis zum 3. Lebensjahr konzipiert, darüber hinaus aber auch möglich. Da diese Betreuung dem Kita-Gesetz unterliegt, fallen dieselben Kosten an, wie für einen Platz in einem Kindergarten. Das bedeutet, die Kosten sind Abhängig von der Höhe des Einkommens der Eltern.

Sie entscheiden sich für die Betreuung in einem Kindergarten? Die Kitas in Teltow arbeiten mit ganz unterschiedlichen Profilen und eigenen inhaltlichen Schwerpunktthemen. Sie sind teilweise inklusiv, unterschiedlich groß und gut im ganzen Stadtbild verteilt. Betreut werden Kinder von acht Wochen bis zum Eintritt in die Schule. Die Kosten für einen Betreuungsplatz sind abhängig von der Höhe des Einkommens der Eltern.

Egal, für welche Form der Kinderbetreuung und des Miteinanders Sie sich entscheiden - Zum Thema Eingewöhnung haben wir in dieser Rubrik wichtige Gedanken für Sie.

Auf den Anfang kommt es an – die ersten Tage ohne Eltern

Für Kinder ist es eine große Herausforderung, sich an eine neue Umgebung anzupassen und eine neue Beziehung zu fremden Menschen aufzubauen.

Dies gilt für alle Menschen, bei denen das Kind ohne die Eltern bleiben soll: Großeltern, Babysitter, Tagesmutter oder Kindergarten.

Das Kind benötigt Ihre Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung dieser Aufgabe.

Viele Kinderbetreuungseinrichtungen arbeiten nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“, welches ein bis ca. drei Wochen für die Eingewöhnung des Kindes empfiehlt.

Was bedeutet Eingewöhnung?

Das grundlegende Ziel ist es, während der Anwesenheit der Eltern eine liebevolle Beziehung zwischen Erzieher*in und Kind in der neuen Umgebung aufzubauen. Es wird Ihnen und Ihrem Kind die Zeit gegeben, die Einrichtung, Abläufe, Regeln, Rituale aber auch Menschen und Räume in aller Ruhe kennenzulernen.

Durch eine feste Bezugsperson erfährt das Kind Sicherheit und Geborgenheit. Ein offenes und wertschätzendes Auftreten gegenüber dem Kind fördert den Beziehungsaufbau und begünstigt die Entwicklung einer stabilen Bindung zum Kind.

Diese ist die Grundlage für gelingende Bildungsprozesse in der Kita und fördert einen guten Start des Kindes in seinem neuen Lebensabschnitt.

Die/der Bezugserzieher*in ist verantwortlich für die Entwicklungsgespräche und Elterngespräche.

Für die Eltern bietet die Eingewöhnungszeit die Möglichkeit eines Einblicks in die Kita. Der gemeinsame Austausch zum gegenseitigen Kennenlernen unterstützt die wertvolle Erziehungs- und Bildungspartnerschaft und bildet die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Die Eingewöhnungsphasen

Phase 1 (ca. 1. und 2. Tag)
Am ersten und zweiten Tag ist ein Elternteil gemeinsam mit dem Kind für eine Stunde in der Kindergruppe. Der/die Erzieher*in verhält sich passiv, aber aufmerksam dem Kind gegenüber. Die Fachkraft wird vorsichtig über Spielangebote Kontakt zum Kind aufzubauen. Die Bedürfnisse des Kindes geben bei der Eingewöhnung den Rhythmus vor. Es findet noch kein Trennungsversuch statt.

Phase 2 (3. bis ca. 8. Tag)
Am dritten Tag findet der erste Trennungsversuch statt. Es ist wichtig, dass das Kind ein Grundvertrauen zur neuen Betreuungsperson aufgebaut hat, bevor es diese Herausforderung bewältigt. In der Spielsituation verabschiedet sich das Elternteil vom Kind und verlässt den Raum für einige Minuten. Lässt sich das Kind schnell beruhigen oder fällt ihm der Abschied leicht, kann die Trennungsphase 30 min anhalten. Reagiert das Kind auf die Trennung weinerlich und lässt sich nicht trösten und beruhigen, wird nach einigen Minuten der Trennungsversuch abgebrochen. Danach wir gemeinsam überlegt, wie weiter verfahren wird. In den nächsten Tagen übernimmt die pädagogische Fachkraft zunehmend die Betreuung und das Spiel mit dem Kind.

Die Eltern beobachten und nehmen sich zurück. Die Zeiträume, die das Kind alleine in der Kita verbringt, verlängern sich je nach Bedürfnislage des Kindes.

Schlussphase
In der Schlussphase der Eingewöhnung sind die Eltern nicht mehr in der Kita. Der/die Erzieher*in wird vom Kind als „sichere Basis“ akzeptiert. In der Schlussphase der Eingewöhnung wird von den Eltern und Erzieher*innen gemeinsam die Eingewöhnung im Gespräch reflektiert.

Die 10 goldenen Regeln meiner Eingewöhnung

Hallo Mama und Papa,

  1. In meiner ersten Zeit ohne euch helft ihr mir am meisten, wenn ihr mir schon zu Hause erzählt, was mich alles erwartet.
  2. Es ist wichtig, dass ihr selbst überzeugt davon seid, dass die Betreuung gut für mich ist.
  3. Es beruhigt mich am Anfang, wenn ich weiß, dass ihr in dieser Zeit bei mir bleibt.
  4. Ich will allein entscheiden, wann und mit wem ich spielen möchte. Vielleicht brauche ich erst mal Zeit, um die anderen Kinder zu beobachten und mich an die neue Umgebung zu gewöhnen.
  5. Wenn ihr weggeht, seid ehrlich zu mir. Eine genaue Absprache ist besser als falsche Hoffnungen zu wecken.
  6. Auch wenn ich weine, verabschiedet euch bitte kurz von mir – ich werde ganz bestimmt getröstet!
  7. Wenn ihr beunruhigt seid, ruft doch einfach 10 Minuten später an; wahrscheinlich spiele ich dann schon längst wieder…
  8. Wenn es mir schlecht geht, rufen euch meine Betreuer*innen sowieso an.
  9. Damit ich mich gut eingewöhnen kann, ist es wichtig, dass ich regelmäßig zu meinen Betreuungspersonen gehe. Durch Unterbrechungen - besonders in der ersten Zeit - muss ich immer wieder von vorn anfangen mich einzugewöhnen.

Babysitterkartei

Sie brauchen mal Zeit für sich? Oder ein Arztbesuch ist fällig? Kurzum, es wäre schön, wenn mal jemand die Kinderbetreuung übernimmt?

Das Familienzentrum Philantow bildet regelmäßig in Kooperation mit der Mädchenzukunftswerkstatt und der Akademie 2. Lebenshälfte junge Menschen und Senior*innen zu Babysittern aus.

Die Einrichtungen informieren über einen E-Mail-Verteiler die qualifizierten Babysitter, die sich dann bei Interesse bei Ihnen melden und die weiteren Absprachen mit Ihnen treffen.

MädchenZukunftsWerkstatt
Käthe-Niederkirchner-Str. 2
14513 Teltow
  03328 - 47 10 55
 mzw@hvd-bb.de
 www.maedchenzukunftswerkstatt.de

Akademie 2. Lebenshälfte
Rheinstr. 17b
14513 Teltow
  03328 304517
 Aka-tks@lebenshaelfte.de
 www.akademie2.Lebenshaelfte.de

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